Welche Steuern fallen beim Verkauf einer Immobilie in Waltershausen an?

Wer eine Immobilie in Waltershausen verkaufen möchte, hat verschiedene Aspekte zu beachten – insbesondere in Bezug auf Steuern. Im Folgenden werden die wichtigsten Steuern erläutert, die beim Verkauf von Immobilien in dieser Region anfallen können.

1. Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer fällt an, wenn eine Immobilie verkauft wird. Sie ist normalerweise vom Käufer zu zahlen, wird aber oft auf den Kaufpreis aufgeschlagen. In Thüringen beträgt die Grunderwerbsteuer aktuell 6,5 % des Kaufpreises. Wenn der Kaufpreis höher als 3,5 Mio. € ist, fällt eine Sonderregelung mit einem Steuersatz von 6,5 % plus 1 % je weiteren 200.000 € an.

2. Einkommensteuer

Wenn die verkaufte Immobilie weniger als zehn Jahre im Besitz des Verkäufers war, kann die Einkommensteuer anfallen. Dabei ist der Unterschied zwischen Kaufpreis und Anschaffungskosten (entspricht dem Kaufpreis abzüglich der Abschreibung und eventueller Investitionen) maßgeblich. Der Gewinn wird dann mit dem individuellen Einkommensteuersatz des Verkäufers besteuert. Bei Immobilien, die länger als zehn Jahre im Besitz sind, entfällt die Einkommensteuer.

3. Solidaritätszuschlag

Der Solidaritätszuschlag wird auf die Einkommen- oder Körperschaftssteuer erhoben. Die Höhe des Solidaritätszuschlags beträgt aktuell 5,5 % der Steuerlast und soll den Wiederaufbau der neuen Bundesländer unterstützen. Auch beim Verkauf einer Immobilie kann dieser Zuschlag anfallen, wenn die Einkommensteuer zu entrichten ist.

4. Kirchensteuer

Die Kirchensteuer fällt nur an, wenn der Verkäufer einer steuererhebenden Kirche angehört. Der Steuersatz variiert je nach Bundesland und Konfession. Er beträgt in Thüringen aktuell 9 % der Einkommensteuer.

Fazit

Wer eine Immobilie in Waltershausen verkaufen möchte, sollte sich vorab über die anfallenden Steuerarten und -sätze informieren. Die wichtigsten Steuern sind dabei die Grunderwerbsteuer und die Einkommensteuer. Auch der Solidaritätszuschlag kann beim Verkauf einer Immobilie anfallen. Ob die Kirchensteuer zu zahlen ist, hängt davon ab, ob der Verkäufer einer steuererhebenden Kirche angehört oder nicht. Ein Steuerberater kann hierbei weiterhelfen und individuelle Fragen klären.

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